Zu Gast bei Grimm

Heute war ich kurz zu Besuch im Haldenslebener Museum, wollte schauen ob ich Xenia Fink antreffe. Sie war leider nicht da, den Weg hinein fand ich trotzdem. Da ich gerade eine Ausstellung in der Kulturfabrik Haldensleben aufbaue bot es sich an, die Sammlung aufzusuchen, ist nur ein Katzensprung entfernt voneinander.
Auf der Straße grüßte mich im Vorbeigehen die Frau Vater vom Museum – wie schön, man ist prominent hier ; ) Kurzer Plausch und dann tolle Dinge und viel Unbekanntes im Museum – bis hinein in den Hinterhof ist alles recht kuschelig und sehr gut gemacht. Die Familien-geschichten Uffrecht, Grimm und Nathusius sind spannend. Anders aber ähnlich gut ist übrigens das italienische  Eis, das mich in dieser Stadt stets verführt. Drei Kugeln auf dem Weg hin, drei auf dem Weg zurück, das kann nicht gut gehen ; ) Also, Xenia, wir sehen uns Freitag!

Abstimmen für das HEIMATSTIPENDIUM beim Publikumspreis zum VORREiTER 2018

Das HEIMATSTIPENDIUM der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt steht zur Wahl für den Publikumspreis beim Wettbewerb um den VORREiTER, dem Tourismuspreis des Landes Sachsen-Anhalt der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH. Seit 2001 werden bei diesem Wettbewerb neue, frische und innovative Produkte, Ideen und Dienstleistungen im Bereich Tourismus in Sachsen-Anhalt ausgezeichnet. Erstmals wird ein Publikumspreis ausgelobt und ihr könnt bis zum 27. November 2018 für das HEIMATSTIPENDIUM voten! Wir freuen uns über eure Stimme!

Rauch auf Messing | Prominente Zeichner bei Kunstaktion von Margit Jäschke

Sieben Wochen lang hatten Besucher*innen des Aschersleber Museums die Möglichkeit die Paläontologische Studiensammlung von Prof. Dr. Martin Schmidt zu erforschen und sich kreativ in Form von Zeichnungen mit den ca. 13.000 Fossilien und Mollusken auseinanderzusetzen. Im Rahmen ihrer Mitmach-Aktion, konnte Margit Jäschke auch die international bekannten Künstler Rosa Loy und Neo Rauch im Museum begrüßen und für ihr Projekt begeistern – so werden sich unter den eingereichten Zeichnungen, auch Blätter des Künstlerpaares befinden. Aus der Fülle aller eingereichten Grafiken werden einige als Vorlagen auserkoren, um von der Künstlerin auf 30 x 30 Zentimeter große Messingplatten übertragen und zur dauerhaften Präsentation in den Boden des Arkadenganges im Museumshof eingelassen zu werden. Die Eröffnung der Abschluss-Ausstellung von HEIMAT-Stipendiatin Margit Jäschke, die Präsentation der Zeichnungen und Enthüllung der künstlerischen Platten im Museumshof finden statt am:

Freitag, den 31. August 2018, um 19 Uhr
im Museum Aschersleben
Markt 21, 06449 Aschersleben

28.06.2018 Mitteldeutsche Zeitung – Aschersleben

 

Kein Schöner Land… I Christine Bergmann

So langsam biegt das Heimatstipendium in die Zielgerade gen Austellungsmaraton. Ausstellungsmaraton ist der September ganz allgemein mit den Eröffnungen aller Stipendiaten in „ihren“ Museen – diese zumindest emotionale  Landnahme ist wohl bei allen eingetreten.

In Wernigerode haben wir uns noch einen speziellen „Maraton des Tages“ ausgedacht. Am 7. September 2018 ist Kulturklint. Das Harzmuseum dominiert den Tag mit seinen Kooperationen.

18 Uhr geht es los mit dem Ausstellungsparcours im Harzmuseum: „Die Harzmaler – Werke des 19. Jahrhunderts“.

19 Uhr eröffnet in Kooperation mit Herrn Schulze in der Galerie 1530 die Ausstellung „Die Harzmaler –  Werke des 20. Jahrhunderts“. Beide Ausstellungen zeigen Malerei aus dem umfänglichen und selten zugänglichen Bestand des Harzmuseums.

20 Uhr laden das Harzmuseum, Herr Schulze und die Stipendiatin ins Schiefe Haus zur Eröffnung der Ergebnispräsentation meines Heimatstipendiums unter dem Titel „Die Harzmaler – im 21. Jahrhundert neu gesehen“.

Ich habe mir zur Eröffnung noch einen besonderen Musikbeitrag gewünscht. Passend zum Heimatstipendium und als Verweis auf den berühmten Wernigeröder Kinder- und Jugendchor, werden wir mal versuchen, etwas ganz Normales zu tun: Wir singen ein paar schöne Lieder zusammen. (Wer hat Angst vorm deutschen Lied ?!;)

Zur Vorbereitung poste ich hier und da meine Favoriten. Zum Anfang ein wirklich schöner Klassiker des Volksliedsgutes: Anton Wilhelm von Zuccalmagli, um 1840 veröffentlicht, in einer etwas älteren, aber sehr schönen Interpretation des Rundfunk-Jugendchores Wernigerode.

Auch das ist  eine sehr schöne Version!

Acht Wochen ohne Regen (FLM Diesdorf)

Wir begutachten die Kartoffelpflanzen, zum Glück keine Kartoffelkäferlarven. Wir untersuchen die Gerste. Das Gras ist gelb. Die Kirschen reif. Die Erde trocken. Sorgenfalten. Die Gärten werden stundenlang bewässert. Die Schnecken sind auf ihren Wegen vertrocknet. Wir warten auf Regen. Hin und wieder Unwetterwarnungen, Wolken brauen sich zusammen und ab und zu kommt Wind auf, die Erde fliegt weg (dann tragen wir Schutzbrillen) aber kein richtiger Tropfen fällt. Donnerstag morgen die Sonne scheint, es ist mal wieder Unwetter mit Temperatursturz angesagt ….

Es ist morgens halb 10. Vielleicht kommt Wasser. Koche mir erst mal Kaffee (mit Wasser, solange das noch geht).

Es ist zwar deutlich abgekühlt, doch das bißchen Regen reicht noch lange nicht. Wir haben sogar die Flaggen rausgeholt (Regenzauber).

Naja, das Glück dieser Erde, liegt auf den Rücken schlafender Pferde.

Fundstücke I Christine Bergmann

Es wird doch Zeit hier und da ein Fundstück einzufügen, welches liegen blieb….

Eine Zeichnung vom  Künstler Bert Heller (*1912 – †1970) gefiel mir spontan bei meinem ersten Besuch im Harzmuseum. Wie sich herausstellte, war Bert Heller ein begabter Autodidakt. Von 1956 bis 1958 war er Rektor der Hochschule Weißensee. Herr Ahrens borgte mir ein kleines Heftchen. Dieses war damals angedacht als Werkschau seines Oevres. Aufgrund seines überraschenden Todes wurde ein Nachruf daraus in 1970.

Ausschnitt aus dem Wandfries Bert Heller im Rathaus Wernigerode, etwa um 1948

Bereits im Januar waren Herr Ahrens, der Museumsleiter, und ich im Rathaus Wernigerode, um ein Wandfries vom Bert Heller zu begutachten.

Bert Heller formulierte: „Die Brücke Kunst-Volk ist zerbrochen. “ Bert Heller gehört zu jenen Künstlern, welche den sogenannten sozialistischen Realismus maßgeblich prägten, auch wenn man dies heute wenig erinnert.