1. Wandertag Harz | Christine Bergmann

„Man kann kein gutes Bild malen, weil man die Natur liebt, man muss die Malerei lieben.“

Hans Joachim Bober 

Wenn ich mir eines bei der Bewerbung nicht recht überlegt hatte, so ist es der Aspekt, dass ich gar kein „Outdoor – Naturburschie“ bin. Beim Harzmuseum-Heimat-Stipendium führt offensichtlich kein Weg am Wandern vorbei.

Heute war super Wetter, es mattheuerte.

„Mattheuern“ ist bei uns daheim ein fester Begriff für die Kombination aus Landschaft und Wetter, welcher sich auf Wolfgang Mattheuers Bilder bezieht,  auf Lichtstimmungen z. B.  in Bildern wie „Hinter den sieben Bergen“.

Also wurde der erste Schritt unternommen: Auf in den Harz zum Herbstwandern!

Um es mir als eingeborenem Städter leichter zu machen, wurde mein 1. Wandertag an utilitaristische Ziele gebunden: Am Südostrand des Harzes wurde die Laubfärbe bewundert, bei Birnbaumteich (eine Ortsbezeichnung) wurden erfolgreich Pilze gesucht: Hallimasch, Steinpilze, Ziegenlippen. Dann ging es ans Bratwurst-Wandern in Stolberg, gefolgt vom Kuchen-Bergsteigen in der Nähe der Rammelburg. In Kloster Mansfeld, auf dem Rückweg, wurde ein Supermarktschwein erbeutet. Das verträgt sich just in diesem Moment recht kochartgerecht mit den Waldpilzen.

Heute im Wald, nach einem umfassenden Blick in meine bevorzugten Kunst- und Künstler-Bücher, war ich bereits ganz unterwegs mit dem fragenden Blick des Malers: Geht Landschaftsmalerei? Geht reine  Landschaft? Wenn ja, wie ? Und wenn nein, warum eigentlich nicht ?

Am Montag geht es dann wieder auf nach Wernigerode, diesmal 2 Tage in Folge zur weiteren, einführenden Recherche…

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