Christine Bergmann | Es weihnachtet sehr

Am 3. Dezember ist der Weihnachtswahnsinn ausgebrochen. Als ich mich an diesem Sonntag auf den Weg nach Wernigerode machte, fielen in Halle die ersten dicken Flocken. Die Zugreise führte mich durch eine winterlich verschneite Landschaft. Mit dem ganzen Fachwerk und dem schönen Rathaus bietet Wernigerode die perfekte Kulisse für ein richtig heimeliges Weihnachtsgefühl.

Rund um das Rathaus ist natürlich Weihnachtsmarkt mit allem was dazu gehört: Tannenbaum, Glühwein, Würstchen, Grünkohl, Baumkuchen und Holzschnitzerei – erstaunlich wenig Trödel, eigentlich gar keiner, oder  ich habe ihn einfach übersehen….

Im Harzmuseum wurde die Weihnachtsausstellung eröffnet. Das Museum war voll und es gab Plätzchen, Kaffee und Kakao. Bürger konnten bereits seit Wochen Weihnachtsgeschenke einliefern, die sie selbst einmal bekommen oder verschenkt hatten.

Gut 100 Objekte sind zusammengekommen. Das Älteste fiel in das Jahrzehnt vor 1900. Tolle Sachen, interessante, zum Teil bewegende Geschichten sind mit den Geschenken verbunden. Manches hat man wiedererkannt – in meinem Fall die Klassiker aus den späten 70 Jahren. An jeder Vitrine hätte ich Lust gehabt, die Sachen herauszuzotteln und mich zum selbstgenügsamen Spiel in ein ruhiges Eckchen zurückzuziehen.

Trotzdem vermisste ich  einen Klassiker meiner Kindheit: Die elektrische Eisenbahn.

Also, Weihnachten kann kommen.

Das vermutlich älteste Geschenk: eine Papierkrippe aus den 1890er Jahren

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