Rebekka Rauschhardt | FLM Diesdorf – Dank Stromausfall, historische Weihnacht

Das 3. Adventwochenende, ganz im Ambiente des alljährlich stattfindenden Historischen Weihnachtsmarktes im FLM Diesdorf umfasste rahmensprengende Erlebnisse, Begegnungen und Situationen, so dass ich nur beispielhaft berichten werde.

Historisch einladend im Niederdeutschen Hallenhaus aus Winkelstedt (1787).

Aber von vorne. Zuerst lernte ich Maria aus Dähre kennen, direkt im Rufbus. Da kann man gleich mal Telefonnummern austauschen. Sie wird mir im Neuen Jahr das Stricken beibringen – wenn sie wüßte, worauf sie sich hier eingelassen hat … Liebe Maria, ich werde mich bemühen.

Im FLM Diesdorf wurden wir von einem Karusell begrüßt, mit allerhand Kindern an Ketten, da war ich sehr überrascht. Weswegen ich auch sofort erst mal an der Tombola im Dorfkrug aus Hilmsen (1827) teilgenommen habe (Jedes Los gewinnt! Und zwar schon fertig verpackte Weihnachtsgeschenke!!!) Bin mal gespannt, was die Beschenkten dieses Jahr von mir (aber eigentlich von der Volkssolidarität) Schönes bekommen werden. 🙂

Jetzt erst mal ein Foto:

Der Fliegende August nennt sich das hellblaue Ungetüm.

Dann hatte ich das Vergnügen Christa Schulze kennen zulernen, meine Standnachbarin. Auch sie Meisterin der Wolle und um keinen Spruch verlegen. Mein Lieblingsspruch aus ihrem Mund, den ich erst beim 3. Mal geschnallt habe: „Schauen Sie sich mal meinen Strickrock an! Bin ich nicht die Schönste im Raum? Wenn alle anderen nicht da sind?“. Ich bin froh, dass Du noch gesund bist liebe Christa, bist ja schon 76 Jahre, siehst aber glatt 20 Jahre jünger aus.

Gemeinsam standen wir mit unseren Tischen im Haus Pügge (1832), da war es warm und das war nicht schlecht.

Eigentlich wollten wir Versteckkarten herstellen, doch wir mußten erst mal das Karusell verarbeiten. John-Luc zeichnet, besser konstruiert ausschließlich mit Lineal!

Gegen 18 Uhr kam es am Samstag zum Höhepunkt des Historischen Weihnachtsmarktes: der komplette Stromausfall. Zwanzig Minuten war es stockdunkel, alles kam zum Erliegen. Und das war doch tatsächlich historisch, unsere Vorfahren haben vor 200 Jahren um diese Uhrzeit auch die Hand vor Augen nicht mehr sehen können. Der moderne Hauptschalter gelegen im historischen Taubenturm aus Ahlum (1798) schmorte und schmolz – ein Glück, dass keine Funken flogen. Und was ein Glück, dass der Elektriker vorsorglich vor Ort war, selbstverständlich mit einem Transporter voll mit Ersatzschaltern!

Man muß sich mal vorstellen, zum Historischen Weihnachtsmarkt werden mehrere Tausend Besucher erwartet. Diesdorf ist ein klassisches kleineres Dorf, das FLM liegt ungefähr einen Kilometer vom Ortskern entfernt. Dieser Kilometer ist die Molmker Straße und da fand am Wochenende eine Völkerwanderung statt. Ein Menschenstrom in beide Richtungen, zwischendrin der Shuttle-Bus, der zwischen Diesdorf Markt und FLM hin- und her pendelte. Feuerwehr und Polizei regelten das Parkplatzverhalten. Gegen Abend, der ganze Ort ein Autokorso.

Menschenschlange, Besucheransturm auf der ganzen Straßenlänge 11-19 Uhr ohne Abbruch.

Am Sonntag dann, gingen wir die Versteckkarten an:

Emma traut sich, ihre Versteckkarte zu zeigen. Versteck heißt ja nicht umsonst Versteck.

Abschließend kommt jetzt ein Versteckrätsel. Heinz-Günter Klaas aus Diesdorf entwickelte Sonntag morgen am Küchentisch 10 verschiedene Versteckrätsel. Und erwischte mich gerade noch rechtzeitig bei meiner Abreise. Herr Klaas, Ihr Vorschlag ist hervorragend! Herzlichen Dank! Mein Lieblingsrätsel: „Mein Versteck befindet sich in einem Gebäude, das von einem Mönch erbaut wurde und auf einer ehemaligen Insel steht. (Hilfe: der Name des Mönchs besteht aus 3 Buchstaben).“ Liebe Diesdorfer, wo wird das Versteck in Diesdorf sein?

Herzlichen Dank: Herr Hofmann, Astrid, Ines, Frau Franz, dem Schmied, Herrn Klaas und dem Vorsitzenden des Karnevalsvereins Dähre!

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