Rebekka Rauschhardt | fremd & geheimnisvoll – die Mongolei im Freilichtmuseum Diesdorf

Archaikon im Museum – inspiriert von Dschingis Khan (fremd & geheimnisvoll, wirf die Gläser an die Wand, hahahahaha), unter anderem.

Am Sonntag, den 22. April fand das archaikon, ein Handwerkertreffen mit zum Teil schon in Vergessengheit geratenen, archaiischen Gewerken statt. Groß und Klein konnten staunen aber sich auch selbst erproben.

So auch bei „1 2 3 4 Eckstein … hinter den Kulissen: wenn die Finger sehen lernen“. Wir widmeten uns bei schönsten Sonneschein dem Modellieren in Ton. Unsere Finger, vor allem die der Kinder, tauchten ein in die kühle Masse und kneteten und formten. Zum Einstieg beschäftigten wir uns mit alten Symbolen und jedes Kind überlegte sich ein ganz eigenes „Etwas“, welches in einer Tonmedaillie an Form gewann. So entstanden Zahnmedaillien; Sonne-, Mond-, und Sternemedaillien; Einhörner, lachende Regenwürner, Schnecken und ein Geburtstagsfrosch. Und Unmengen an Pferden.

Sich ein eigenes Pferd zu modellieren, leuchtet ein. Nicht umsonst liegt das Glück dieser Erde auf dem Rücken der Pferde. Und da sind wir bei Dschingis Khan und dessen Legenden. Direkt neben uns grasten zunächst und „arbeiteten“ später Nachkommen des mongolischen Pferdes. Drei Stück an der Zahl – wieviele Jahrhunderte haben sie gebraucht, bis sie in die Altmark gekommen sind? In ein paar Jahren werden sie ihre ursprüngliche Heimat besuchen, sebstverständlich zu Hufe – erzählte ihre Halterin. Desweiteren, dass man circa 4,5 Jahre braucht, um um die Welt zu reiten. Als mongolisches Kind (welches reitet, bevor es laufen kann) und zu Dschingis Khan´s Zeiten ging es bestimmt schneller. Aber: ohne seine Pferde, hätte Dschingis Khan maximal Gläser an die Wand schmeißen können.

Auch Symbole brauchen mal ein Feuchtigkeitstuch.

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