Versteckexperten auf Zeitreise FLM Diesdorf

In den Pfingstferien gingen die Hortkinder der Grundschule „Dr. Georg Schulze“ aus Diesdorf auf eine Zeitreise im Museum. Besonders wurden hierbei die Gerätschaften unter die Lupe genommen. Wir starteten unsere Reise mit nichts geringerem als der Bockwindmühle. Dank Frau Heidemann, durften wir auch einen Blick ins Innere dieses sehr raumgreifenden Gerätes werfen. Im Dunkeln (Fensterlosigkeit) tappten wir über halsbrecherische Treppen und bestaunten die Zahnradtechnik der vorindustriellen Revolution.

Den Zaubermantel (magisches Tuch, welches Unsichtbarkeit verleiht) hatten wir auch wieder im Gepäck.

Nach der eindrucksvollen Führung durch die Mühle kam die Erkenntnis: was eine Kuh in einer Stunde schafft (durch Körperkraft), kannst du einem Ochsen 100 Jahre lang versuchen, beizubringen. Dumme Kuh versus blöder Ochse. Theorie versus Praxis. Die Forscher schritten nun selbst zur Tat und mahlten Gerste zu Spreu, diese zur Kleie und ganz Kräftige zu Mehl.

 Es erforderte ganz schön Kraft und Ausdauer den oberen Mahlstein in Bewegung zu setzen. Aus dem Löchlein (dem Kleiekotzer) kam dann mühsam die Spreu, die wieder und wieder gemahlen wurde. Es erfordert mehrere Durchläufe bis man sich etwas Mehl erarbeitet hat.

Auf diese Art, wurde gemahlen, wer keine Handmühle hatte. Finn war nach dieser Anstrengung der Meinung, für ein Brot reichen 2 bis 3 Gramm Mehl. Das macht durstig. Strohhalme gab es auch schon vor 200 Jahren:

Am nächsten Tag erkundeten wir die Wohn- und Werkhäuser des Museums, wir bestaunten die verschiedenen „Küchen“, die riesigen Wasserkessel, die winzigen Betten, die Strohmatrazen, das luxuriöse und transportable Holzklo, die Kinderspielzeuge (Stohbarbie, Schaukelpferd und Puppenhaus), verwechselten den Brotteigtrog mit der Badewanne, kehrten mit dem Reißigbesen den Hof, rußten uns die Finger schwarz, begutachteten die Gänsekiele in der Museumsschule, posierten für Frau Pelczarski von der Volksstimme im Backhaus, suchten den Brunnen und entdeckten 3 Millionen Kaulquappen. Resultat: die Forscher sind froh jetzt zu leben und eine Zeitreise macht schon Spaß.

Am letzten Tag: glückliche Gesichter und eine extra Portion Versteckspiel auf Zeitreise. Wir suchten nach dem Verborgenen im Stein. Specksteine wurden geraspelt, gefeilt, geschliffen und poliert – zum Schluß mit Wasser beträufelt und Voilá: wir fanden die schmeichlerische Weichheit, die Maserung und die Farbigkeit dieses „Gesteins“.

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