Ausflug nach Neinstedt – Mareen Alburg Duncker

Neben sehr viel Lesestoff zum Thema NS-Euthanasie und zahlreichen Telefonaten mit zuständigen Mitarbeitern verschiedener Stiftungen konzentriere ich mich mehr und mehr auf meine eigentliche Arbeit. Die Literatur ist umfangreich und manchmal schwer auszuhalten. Dann  vertiefe mich in die künstlerische Umsetzung.
Ich beginne mit ersten Entwürfen zu zwei Frauen, von denen ich teilweise sehr persönliche Dokumente gelese habe. Das Arbeiten mit meinen Händen schafft den Ausgleich zum schweren Thema.
Ruth Rosa Mühlmann erkrankte mit 2 Jahren an Scharlach und hatte seitdem Einschränkungen in ihren geistigen Fähigkeiten. Mit 11 Jahren wurde sie in die Neinstedter Anstalten aufgenommen, wo sie bis zu ihrem Transport im Januar 1941 nach Bernburg lebte.

Neinstedter Anstalten, heute und um 1930

Sie wurde von ihrer Familie sehr geliebt und oft besucht. Es existieren einige Briefe des Vaters, in denen er sich nach Ruth´s Befinden erkundigt. Für Ruth soll ein Anhänger in Form eines Herzens aus filigranem Draht entstehen. Mit der Filigrantechnik mache ich mich gerade vertraut.


mein Werktisch, Herstellung von filigranem Draht aus Silber

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.