Die beste Zeit für Recherchearbeit (Petra Reichenbach)

Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar wurde dieses Jahr pandemiebedingt eine digitale Lichterkette unter den teilnehmenden Gedenkstätten geschaffen.

Collage der Gedenkstätte Lichtenburg aus den vielen Posts zum Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Terrors

Eine 12. Klasse des Jessener Gymnasiums hat anlässlich des Gedenktages einen eindrucksvollen Film zum Thema „Starke Frauen im KZ Lichtenburg“ erarbeitet. 

STARKE FRAUEN im kz lichtenburg – ein Projekt des Gymnasiums Jessen

Zwei Protagonistinnen des Films spielen auch in meinem Projekt eine Rolle: Die Zeugin Jehovas Amalie Pellin und die Kommunistin Olga Benario.

Die Recherche zu den insgesamt zehn Frauen, denen ich in meinem Projekt eine Stimme geben möchte,  hat mir unterschiedlich viel Material beschert:

Zu zwei der fünf Frauen aus der Renaissancezeit des Schlosses, Kurfürstin Elisabeth von Brandenburg und Kurfürstin Hedwig von Sachsen, habe ich im Stadtarchiv von Prettin viel Material erhalten, zu Kurfürstin Anna von Sachsen hat mir die Historikerin Anna Bartkowski ihr tolles Buch geschickt. Zur Zeit lese ich eine sehr anschauliuche Biografie über Anna von Sachsen von Katrin Keller.

Nur zu den beiden Schwestern Anna Sophie, Kurfürstin von Sachsen, und Wilhelmine Ernestine, Kurfürstin von der Pfalz, bin ich noch auf der Suche nach weiterem biografischen Material.

Ähnlich sieht es bei den fünf Frauen aus der Nazi-Zeit aus. Mein Ziel ist es, alle zehn Biografien zu kurzen Ich-Erzählungen zu verdichten. Gemeinsam mit Jessener Schüler*innen der 9. Klassen sollen daraus zweiminütige Aufnahmen für eine Art Audioguide entstehen. 

In den nächsten beiden Wochen werden sie klassenweise in das Thema eingeführt. Ich bin so gespannt, wie motiviert sie sein werden!

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