Karin und Carsten (von Thomas Jeschner)

Eigentlich sollte kein Text, kein Gedanke, keine Arbeit mit dem Wort „eigentlich” beginnen. Eigentlich …

Eigentlich wollte ich vermeiden, dass Menschen, die eh schon ausreichend oder genügend in der Öffentlichkeit stehen, Teil meiner Arbeit werden. Nun ist es anders gekommen. Nach vielen Gesprächen mit Menschen in Eisleben, vielen Besuchen, unzähligen Recherchen, spannenden Begegnungen habe ich am Mittwoch dieser Woche das erste Objekt aus den Regionalgeschichtlichen Sammlungen mit einem Menschen aus Eisleben zusammen gebracht.

Karin Pipenburg, Selbstporträt 1912, Regionalgeschichtliche Sammlungen Eisleben V K² 8372, Foto: Thomas Jeschner

V K² 8372 und der Bürgermeister. Ein Selbstbildnis von Karin Pipenburg aus dem Jahr 1912 und Carsten Staub, Chef der Stadtverwaltung von Eisleben seit April 2020.

Das Bild, das laut Widmung einst eine freundliche Erinnerung der Künstlerin an einen Bürgermeister war, hängt seit Mittwoch für einige Wochen im Büro von Carsten Staub und wird hoffentlich zu Gesprächen und Gedanken über die Regionalgeschichtlichen Sammlungen führen.

Die Übergabe erfolgte in einem schmalen Zeitfenster von einer Stunde. Mit dabei war ein Kamerateam des MDR. Sie fanden diesen Vorgang spannend genug für einen kleinen Magazinbeitrag zur TV-Sendung „Sachsen-Anhalt heute”. Wir trafen uns am Morgen noch vor dem Termin, schauten in ein Archivlager. Sprachen miteinander und zogen mit vollem Technikbesteck pünktlich ins Rathaus ein. Der MDR und ich.

Im „Herdlager” in Eisleben, Foto: Ines Godazgar

So standen dann zwei Kameras im Büro des Bürgermeisters. Ich hatte mich für meine Arbeit extra für eine kleine Bridge-Kamera entschieden, eine Lumix DMC FZ-1000. Praktikabel, lichtstark, grandioses Zoom. Technik, die Vertrauen schafft. Kein großes Set, das einschüchtert.

Und dann steht auf einmal der MDR mit einer Panasonic High-End-Broadcast Kamera hinter mir und filmt mich, wie ich meine kleine Kamera für das Interview einrichte.

Die nächsten Interviews sind in Planung. Mehr Zeit, mehr Ruhe, weniger Magazin.

Der Beitrag des MDR lief dann noch am selben Abend kurz vor halb acht Uhr. Ich füge noch die drei einzelnen Bildausschnitte für das Video-Triptychon zu Karin Pipenburgs Bild zusammen und hoffe auf eine schöne Präsentation mit all den anderen Interviewfilmen in Eisleben.

Bürgermeister Carsten Staub unter Beobachtung des Bildnisses der Karin Pipenburg

 

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