Impressionen Eröffung Wernigerode I Christine Bergmann

Fotos: Sebastian Weise

Museum Schiefes Haus am Nachmittag der Eröffnung
Super sauber und viel gerader als gedacht – 1 von 3 Ausstellungsräumen vor dem Ansturm
Raumsituation
Bilder, Räume, Menschen
Unser Highlight: Das Königstrio Wernigerode singt für uns …
Herr Fischer, Dezernet für Gemeinwesen, Selbstauskunft: „Dezernet für Quasi Alles“, hält eine sehr schöne Einführung über die historische Entwicklung des Heimatbegriffs. Die Künstlerin bedankt sich hier nachträglich für die sehr diffenzierte Betrachtung!
Manon Bursian, Leiterin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt führt ein in die Grundidee des Heimatstipendiums und einen alternativen Blick auf die Thematik…
Frau Gorr, Miedglied es Landtages Sachsen-Anhalt, ist trotz schwerer Verletzung angetreten zum Grußwort! Das muss doppelt gewürdigt werden! Aber wie ich das ganze Jahr bemerkte: Weringerode hält zusammen….
Björn Hermann, Best-New-Age-Kurator-Ever (das ist ein Preis!) führt ein in das Werk der Künstlerin…
Herr Ahrens, „Mein Museumsleiter“ und ich… Rechts außen (im Bild, keine politische Positionsbestimmung): Herr Willingmann, amtierender Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt einfach mal als Gast.
Herr Ahrens und Herr Willingmann…
Das Königstrio singt erneut und am Ende singen wir alle zusammen „Die Gedanken sind frei“.

Mischbrot, Schmalz, Harzer Käse – einfach Heimat! Nagut, man streitet sich: Mit oder ohne Senf, mit oder ohne Kümmel, mit oder ohne Zwiebel… Hauptsache mit Spreewaldgurke!
Besucher…
Besucher….
Besucher….
Besucher….
Der verrückteste Enthusiast, der mir in einem Jahr begegnet ist: Axel Rachwalski betreibt ein 1-Mann-Museum zur verflochtenen Geschichte vom Bauhaus bis zur Burg Giebichenstein bzw. zur Hochschule Weißensee im Schatten des Luftfahrtmuseums Wernigerode. !Danke Axel!
Einfach ein schöner Abend. Nun Brüder, eine gute Nacht….

Mein erster Dank geht natürlich an das Harzmuseum, das Stadtarchiv, die Stadtbibliothek, die Harzbücherei und an alle Mitarbeiter! Darüber hinaus an Herrn Schulze und die Mitarbeiter des Kunstvereins. Aber es gab weit mehr Mitwirkende und interessante Leute, die ich kennengelernt habe. Mein erster Dank geht hier an:

www.form-gestaltung-ddr.de

konigstrio-de-com.webnode.com

Siehe auch:

www.lhbsa.de

Zentrum HarzKultur

und an viele mehr…

Heimat-Stipendiatin wirft einen Blick über ihre Schulter …

… und reist in die Abgründe der Vergangenheit.

Samstag, der 8. September 2018 (nach Christi Geburt). Herzlich willkommen im Land der Absurditäten.

An jenem Tag fragte ich mich, wie die Mehrzahl von Heimat eigentlich benannt wird. Heimate oder Heimata oder Heimaten? Laut Duden wohl die Letztere.

Frage: Wieviele Heimaten hast denn du schon so gehabt?

Irgendwie liegt es ja nahe, dass sich eine einzige Heimat, als die jenige (eigentliche) Heimat heraus kristallisieren möchte. Oder möchten nur wir das?

Die Heimaten – nicht zu verwechseln mit den Primaten – klingt nach etwas, was es gar nicht gibt – eine Worterfindung, für den Fall, man bräuchte dieses Wort für eine wissenschaftliche Abhandlung.

Alternativ wäre doch das Wort: HEIMSUCHUNG eine gerade zu perfekte Besetzung für die Heimate.

Während ich darüber im Licht des Bewegungsmelders des Pferdestalles aus Eversdorf sinnierte – es war meine letzte Nacht allein im Museum – sang mir der Reiher ein Abschiedslied zur Nacht. Wer die Reihergesänge noch nie gehört, der stelle sich vor, es klingt wie eine Kreatur, die abkratzt, nein, elendig zu Grunde geht und kurz zuvor einen gewaltigen Wutanfall durchlebt.

Zurück zur HEIMSUCHUNG. Leider ist dieser Begriff schon durch eine andere Bedeutung besetzt. SCHICKSALSSCHLAG. In Verbindung mit Strafe und Buße, gelebt mit Verzweiflung und Demut. Oftmals von außen ausgelöst. (?)

Fische kurz vor der Heimsuchung. Der Teich im Museumsdorf versandet.

Wer also Angst hierzulande vor dem Wort Heimat hat (weil man nicht zu zeitgenössischen Germaninnen und Germanen zählen möchte), könnte es auch mit HEIMSUCHUNG probieren.

Meine HEIMSUCHUNG begann in Dresden, von manchen auch liebevoll Las Vegas von Ostdeutschland genannt. Dresden hat ja viele Namen und auch viele HEIMSUCHUNGEN hinter sich.

Es bleibt spannend!

Denkt sich auch die Motte, die den Bewegungsmelder attackiert.

Eden – Heimsuchung ohne Eva.

Endspurt

Noch zwei Wochen bis zu der Abschlusspräsentation und die 25 Grafiken der Vogeleier sind fertig. Noch liegen sie in der Trockenhorde aber bald werden sie gehängt. Ich kann es kaum erwarten, sie alle zusammen zu sehen.

Beim Pressegespräch zum Abschluss des HEIMATSTIPENDIUMS …

… haben alle Museumsleiter*innen und Künstler*innen ihre Einrichtungen bzw. Kunstprojekte vorgestellt. Für das gemeinsame Foto haben sie sogar die „Schulbank gedrückt“ im Hörsaal des Zentralmagazins Naturwissenschaftlicher Sammlungen der MLU – ein authentischer Ort des Förderprogramms, denn in dieser Einrichtung arbeitete Friederike von Hellermann künstlerisch mit und zu einer sehr bedeutenden Vogeleiersammlung … nun geht es auf zur 4-wöchigen HEIMAT-Reise zu den Ausstellungseröffnungen an den Museen!