aus: Die Menschen des Michelangelo im Vergleich mit der Antike, von W. Henke, Professor der Anatomie | Xenia Fink

Vortrag gehalten in Rostock 1871 von W. Henke, Professor der Anatomie, Rostock, Ernst Kuhn’s Verlag, 1871

„Nur in der Umformung liesse sich die Frage doch wohl schliesslich aufwerfen: was ist in der Entwickelung des Künstlers das Erste, die Idee, die uns aus seinen Werken entgegentritt und ihm ohne Zweifel erst recht lebendig gewesen sein muss, oder die Kenntniss und Fertigkeit aller der Mittel, die er brauchte um sie richtig und wirksam zur Erscheinung bringen? Es ist fast dieselbe Frage, die Lessing in der Form aufgeworfen hat, ob Raphael nicht das grösste malerische Genie gewesen wäre, wenn er unglücklicher Weise ohne Hände wäre geboren worden, d. h. ob die Gedanken in seiner Seele oder die Arbeit seiner Hände ihn eigentlich zum grossen Maler gemacht, den Geist seiner Werke geboren haben. Aber auch so ist die Frage gewiss nicht einfach nach der einen oder andern Seite zu entscheiden.“

Internationaler Museumstag

Anlässlich des internationalen Museumstages habe ich im Zentralmagazin der Naturwissenschaftlichen Sammlungen zwei Führungen gegeben. Diese orientierten sich an einer Intervention, die ich innerhalb der Exponate tätigte.

IMT im FLM Diesdorf

Wenn einem Steine vom Herzen fallen …

… bei größeren Kindern :). Dieser Bursche war so angetan vom Steinehauen, dass er flugs nochmal nach Hause fuhr und sich eine ganze Kiste voll eigene Sandsteine mitbrachte. Zwei Stunden später, das 1. Werk ist vollbracht (das Foto spricht für sich)! Aus Mangel an Papier und Stift, wurde ganz archaisch die Adresse für Sandsteinwerkzeug in (Speck)Stein „gemeißelt“. Denn beim Erstlingswerk wird es nicht bleiben.

Am Sonntag morgen wurde ich gegen 5 Uhr morgens von einem verrückt gewordenen Kuckuck geweckt. Daraufhin habe ich gleich noch mit den Fröschen gefrühstückt nach meiner ersten Nacht allein im Museum. Deshalb war ich gegen 8 Uhr auch schon startklar:

Pünktlich zwei Stunden früher (dem Kuckuck sei Dank) – gegen 10 Uhr flüchteten die Gäste und ich mit dem gesamten Ensemble vor der Sonne. Im Laufe des Tages machten wir das im 20 Minuten Takt. Danke an die vielen fleißigen Hände! Bis zum Ende des Tages knapp 150 Stück!

Die ja auch begeistert Kontakt zu Speckstein aufnahmen. Besonders die Mütter schritten neugierig zur Tat (wahrscheinlich wegen Muttertag).

Und so entstand unter steinernen Herzen, Amuletten, Schmeichlern, einer Kathedrale, einnem Marienkäfer auch diese Eule und der keltische Kelch (Sandstein):

Dann brachte Iris vom Museumscafé ein Stück Erdberrtorte – absolute Spitzenklasse!

Die Kinder staunten nicht schlecht über ihre Fingerfertigkeiten (Frosch, Schiff und Scholle, eine Kartoffel und Federn – alles in Stein und noch vieles mehr) und so schön weich – Speckstein besteht zu großen Teilen aus Talk, ist sehr leicht bearbeitbar und poliert eine Augenweide.

Schappschuß mit vollem Körpereinsatz:

Im Vordergrund: Herr Klaas! Unser Heimatologe und Versteckrätselersteller. Es gibt wieder 10 neue Rätsel!

Zum Thema Rätsel und Geschichten, die Überraschung war ganz meinerseits. Hatte ich doch (alter Esel) ganz viele Geschichten mitgebracht. Die vielen Gäste jedoch auch! Meine Lieblingsgeschichte: wie canadische Meeressteine nach Deutschland „geschmuggelt“ wurden.

Kuck kuck kuck kuck iaaaaah …

 

Internationaler Museumstag im Mansfeld-Museum | Meyer & Scharfbier

Der Internationale Museumstag in Hettstedt war , wie wohl überall, ein sonniger 13. Mai. Bereits um 10 Uhr standen einige Besucher vor der Tür des Mansfeld-Museums, die Künstler des Heimatstipendiums waren mit Kind und Kegel, Freunden und Grillzeug angereist und blieben für den Workshop von Marie-Luise, auch die Freiwillige Feuerwehr war vertreten und es wurden einige neue Martins-Figuren geschaffen. 

 

 

 

 

Ich hatte derweil genügend Ruhe um einen Abguss vom Geländer der Treppe zu machen und parallel meinen Sohn zu bespaßen, der den Tag nutzte um das Stehen aus der Hocke erstmals erfolgreich zu proben! Die Mama fertigte mittlerweile eine Martins-Medusa für Marie. Museumstag ist halt Family-Tag. Nachmittags gab es tolle Bratwürstchen und Bulgarsalat, Kuchen, Wein und Kaffee. Insgesamt ein schöner Tag im Museum, der aber um Längen besser organisiert hätte werden können. Trotz allem zählten wir rund 40 Besucher über den Tag, und auch der Landrat a.D. Hans Peter Sommer kam noch einmal wieder, um mir ein paar Bilder des Grundstücks zu zeigen, so wie es ehedem aussah. Aber das ist eine andere Geschichte.

Margit Jäschke | Mitmach-Aktion im Museum Aschersleben gestartet!

Am Internationalen Museumstag, den 13. Mai 2018, konnte man den HEIMAT-Stipendiat*innen an den acht Museen bei der Arbeit über die Schulter schauen und mit ihnen ins Gespräch kommen, bei Führungen verborgene Schätze entdecken und auch selbst künstlerisch zur Tat schreiten. Im Museum Aschersleben stellte Margit Jäschke ihre Arbeit vor und startete ihr siebenwöchiges Zeichenprojekt für die Besucher*innen ‒ bei diesem gilt es, die Schmidtsche Sammlung zu erforschen und sich kreativ mit den Exponaten auseinanderzusetzen. Die Besucher*innen sind eingeladen, ein Fossil der Sammlung, das einen besonders anspricht, auszuwählen und zu zeichnen.

… Papier und Stifte liegen vor Ort bereit. Bis zum 30. Juni 2018 hat man nun die Möglichkeit seine Zeichnung anzufertigen. Alle Ergebnisse werden später ausgestellt. Einige Grafiken werden sogar als Vorlagen auserkoren, von der Künstlerin auf 30 x 30 Zentimeter große Messingplatten übertragen und zur dauerhaften Präsentation in den Boden des Arkadenganges im Museumshof eingelassen. Vielleicht wird auch Ihre Zeichnung somit ein bleibendes Exponat im Museum?

Museum Aschersleben, Markt 21, 06449 Aschersleben