Annette Funke

Be-tracht-ungen

Vita: geboren 1974 in Thüringen, nach einer Ausbildung zur Sozialpädagogin studierte sie Spielmitteldesign an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle. Seit 2008 ist sie aktives Mitglied des KinderKunstForum e.V.. 2012 erhielt sie den 1. Preis des bundesweiten Ideenwettbewerbs der Initiative der Bürgerstiftungen zum Thema „Brücken bauen über soziale Milieus“ der Herbert Quandt-Stiftung Hamburg. Annette Funke lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin und Kunstpädagogin in Halle.

Die traditionellen Feste des Kirchenjahres, die Annette Funke als Kind im katholisch geprägten Eichsfeld erlebte,
sind ihr noch heute innere Heimat. Die im Salzlandmuseum verwahrten Bördetrachten inspirierten Annette Funke.
Sie sammelte dazu alles, was sie finden konnte, und ließ Models mit den alten Gewändern, kombiniert mit heutiger
Kleidung, fotografieren. Die Frauen posierten nicht wie Damen des 19. Jahrhunderts – ihre Mimik und Gestik sind ganz
heutig. Einige Fotos wählte Annette Funke als Vorlagen für Papierschnitte. Unter virtuoser Führung des Cutters
wuchsen Schnitt für Schnitt filigrane, große Bilder. Sie stößt mit ihrer künstlerischen Arbeit die Diskussion der Frage
an: Was ist an Traditionen zeitgemäß, bewahrenswert?

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