Etienne Dietzel

Erratischer Block

Vita: geboren 1986 in Bad Salzungen, absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Steinbildhauer und war bis 2012 in diesem Beruf tätig. Im Anschluss studierte er an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle. 2019 erhielt er ein Graduiertenstipendium des Landes Sachsen-Anhalt und erhielt den 1. Preis im Wettbewerb zur Gestaltung des neuen Planetariums in Halle. Dietzel lebt als freier Künstler in Halle.

Gesteinsablagerungen – wie Findlinge –, die nicht in das geologische Bild einer Region passen, bezeichnet man als Erratiker. Auch in der Altmark gibt es sie als Teil von Großsteingräbern. Eine am Museum entstandene Geschichtensammlung über „Sagenhafte Steine in der Altmark“ erörterte, wie das Auftauchen dieser Fremdkörper früher über das Wirken von Riesen erklärt wurde. Die Geschichten waren impulsgebend für die Arbeit von Etienne Dietzel. Er suchte Steinformationen auf, fotografierte deren Oberflächen und legte die Texturen auf ein generiertes 3-D-Modell eines Steins. In Annäherung an eine fotografische Ästhetik entstanden zahlreiche Bilder von Steinen gleicher Form, aber mit unterschiedlicher Oberflächengestaltung, die Fragen nach Herkunft, inhaltlicher Zuschreibung und
(Be-) Deutung aufwerfen.

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