Museum Schloss Moritzburg Zeitz | Schlossstraße 6, 06712 Zeitz

Schloss Moritzburg an der Weißen Elster“ wurde 1657 bis 1678 im frühbarocken Stil erbaut. Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz ließ es an der Stelle der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Bischofsburg errichten.

Der Dom St. Peter und Paul, errichtet als Kern der Bischofsburg, wurde im 17. Jahrhundert als Schlosskirche in das frühbarocke Ensemble integriert. Heute wird der Dom als katholische Kirche genutzt und bildet eine der Sehenswürdigkeiten an der Straße der Romanik.

Der wiedererblühte Schlosspark ist Teil des touristischen Landesthemas „Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt“.

Schloss Moritzburg Zeitz ist heute ein etabliertes touristisches Zentrum und das kulturelle Herz der Stadt Zeitz. Die dreiflügelige Schlossanlage, Ausdruck der Blüte der barocken Residenzkultur in Mitteldeutschland im 17. Jahrhundert, beherbergt seit 1932 das Museum der Stadt Zeitz. Aufgrund seiner Entstehungsgeschichte verfügt das Museum über sehr umfangreiche, heterogene Sammlungsbestände, so die Archäologischen Sammlungen zur Ur- und Frühgeschichte mit ca. 12.000 Objekten, die Naturkundlichen Sammlungen zu Zoologie, Botanik und Geologie, Sammlungen zum Thema Wohnen mit Möbeln, Gegenständen der Haus- und Hofwirtschaft, Textilien, u. a. mit Uniformen, Fahnen, Trachten, zum Gemeinwesen u. a. mit Waffen und Militaria, zur Postgeschichte, Verwaltung, Numismatik sowie zur Architektur. Einzigartig ist die Sammlung von mehreren hundert Kinder-, Sport- und Puppenwagen, deren schönste Stücke im Deutschen Kinderwagenmuseum zu sehen sind. Weitere Spezialsammlungen befassen sich mit Uhren, dem Zeitzer Klavierbau, Fototechnik und Ethnografie sowie historischer Drucktechnik mit funktionsfähiger Werkstatt.

Innerhalb der Gemäldesammlung, u. a. mit Stadtansichten von Zeitz und Arbeiten von DDR-Künstlern, nimmt der Bestand von 14 Totenbildnissen der Herzogsfamilie von Sachsen-Zeitz einen besonderen Platz ein. In der druckgrafischen Sammlung befinden sich Blätter vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart in den klassischen grafischen Techniken. Aus den 1920er Jahren gibt es hervorragende Zyklen und Einzelblätter von Dix, Kollwitz, Barlach, Corinth, Slevogt, Klinger, Kokoschka, Pechstein, Picasso, womit ein nicht unerheblicher Teil der klassischen Moderne repräsentiert ist.

<<<< Zurück