Besuch in Zeitz – Julia Schleicher

Schneeregen, matschige, halb weiß gefleckte Felder, verschmierte Autoscheibe….ein Ausflug in Sachsen-Anhalt von seiner besten Seite. Dann auch noch ein Besuch in einem besucherlosen Museum. Es wäre ein trauriger Aufenthalt geworden, wenn da nicht die herzliche, gastfreundliche Atmosphäre mit Frau Otto, Frau Trummer und Frau Havenstein gewesen wären.

Erstes Gesprächsthema waren die geplanten Aktionen vor Ort, die auf Grund der aktuellen Situation  schwierig zu planen sind. Wir haben überlegt, wie man eine Zusammenarbeit mit Kindern innerhalb der Pandemie verwirklichen kann. Im Gespräch ist eine Schaufensteraktion in leerstehenden Ladengeschäften in der Innenstadt. Schwierig wird es bei der Frage, wer da mitmacht, welche Personen haben Lust und Kapazitäten bei einem Projekt mitzumachen, Kitas, Grundschulen oder weiterführende Schulen? Ich hoffe natürlich ALLE! Aber mal sehen, welcher Schüler in diesen verrückten Zeiten noch Lust oder Zeit für Fatschenkinder hat!?

 

Anregend war der erneute Rundgang durch die Ausstellung, mein besonderes Augenmerk lag hier bei den Textilien. Wie und wo drauf oder wo drunter werden die Kinder gebettet? Und ein weiteres Fatschenkind haben wir auch besucht, sehr schön!

Des Weiteren wurde über die bevorstehende Ausstellung im Herbst gesprochen. Ein wesentlich konkreteres und optimistischeres Thema. Ich bin begeistert von den Ausstellungsräumen und konnte einige Visionen dort entwickeln und freue mich schon auf weitere Arbeit im Atelier mit dem Gedanken an die Präsentation im Schloß.

 

Sandeinformen in der Gießerei, Julia Schleicher

Nach meinem ersten Arbeitsaufenthalt in der Kunstgießerei in Lauchhammer, folgt nun ein weiterer, angespornt von ersten Rohgüssen, Fatschenkindern aus Eisen.

 

 

 

 

 

Meine neuen Gipslarven, wie ich sie liebevoll nenne, werden nun für einen Aluminiumguss eingeformt.

 

Ich arbeite mit Ölsand, welcher in Eisenkästen fest eingestampft wird und somit eine Negativform von den Gipsobjekten erzeugt.  In diese Sandkästen wird dann das flüssige Metall gegossen.