Zu Gast bei Grimm

Heute war ich kurz zu Besuch im Haldenslebener Museum, wollte schauen ob ich Xenia Fink antreffe. Sie war leider nicht da, den Weg hinein fand ich trotzdem. Da ich gerade eine Ausstellung in der Kulturfabrik Haldensleben aufbaue bot es sich an, die Sammlung aufzusuchen, ist nur ein Katzensprung entfernt voneinander.
Auf der Straße grüßte mich im Vorbeigehen die Frau Vater vom Museum – wie schön, man ist prominent hier ; ) Kurzer Plausch und dann tolle Dinge und viel Unbekanntes im Museum – bis hinein in den Hinterhof ist alles recht kuschelig und sehr gut gemacht. Die Familien-geschichten Uffrecht, Grimm und Nathusius sind spannend. Anders aber ähnlich gut ist übrigens das italienische  Eis, das mich in dieser Stadt stets verführt. Drei Kugeln auf dem Weg hin, drei auf dem Weg zurück, das kann nicht gut gehen ; ) Also, Xenia, wir sehen uns Freitag!

Warm im Schloss

Im Schloss Humboldt nehme ich wieder einmal ein Stück Treppe ab. In Silikon sieht es ja am geilsten aus, so fischig.
Beim letzten Stück tropfte es dann unten raus, während ich oben nachgoß. Also unten wieder auffangen und oben wieder rein in die „Form“, solange, bis der Härter wirkt. Zum Glück war dieses mal der Sohnemann nicht dabei, so hatte ich freie Hand. Was passiert nun mit diesen Teilen? Ich denke, das sie taugen zu dem Zwecke meiner Absicht. Wehe wehe, wenn nicht ; )

Internationaler Museumstag im Mansfeld-Museum | Meyer & Scharfbier

Der Internationale Museumstag in Hettstedt war , wie wohl überall, ein sonniger 13. Mai. Bereits um 10 Uhr standen einige Besucher vor der Tür des Mansfeld-Museums, die Künstler des Heimatstipendiums waren mit Kind und Kegel, Freunden und Grillzeug angereist und blieben für den Workshop von Marie-Luise, auch die Freiwillige Feuerwehr war vertreten und es wurden einige neue Martins-Figuren geschaffen. 

 

 

 

 

Ich hatte derweil genügend Ruhe um einen Abguss vom Geländer der Treppe zu machen und parallel meinen Sohn zu bespaßen, der den Tag nutzte um das Stehen aus der Hocke erstmals erfolgreich zu proben! Die Mama fertigte mittlerweile eine Martins-Medusa für Marie. Museumstag ist halt Family-Tag. Nachmittags gab es tolle Bratwürstchen und Bulgarsalat, Kuchen, Wein und Kaffee. Insgesamt ein schöner Tag im Museum, der aber um Längen besser organisiert hätte werden können. Trotz allem zählten wir rund 40 Besucher über den Tag, und auch der Landrat a.D. Hans Peter Sommer kam noch einmal wieder, um mir ein paar Bilder des Grundstücks zu zeigen, so wie es ehedem aussah. Aber das ist eine andere Geschichte.

kleine Auswüchse | Scharfbier

Nun hängen immer wieder kleine Auswüchse am Geländer der barocken Treppe, sehr zur Verwunderung einiger Besucher. Zum internationalen Museumstag diesen Sonntag werden neue und größere Formen hinzukommen.

Ich bin gespannt auf die neuen Abgüsse des Handlaufs. In Silikon ergibt es schon merkwürdige Formen. Zum Tag der Industriekultur hatten wir zu unserem Bedauern sehr wenig Besucher im Mansfeld-Museum. Vielleicht und hoffentlich sieht es am Sonntag anders aus!

Winterpause vorbei | Meyer & Scharfbier

Posted by Hettstedter Fotogalerie on Freitag, 2. März 2018

Am Nachmittag des 1.03.´18 wurde die Fotoausstellung zur jüngeren Hettstedter Stadtgeschichte im Mansfeld-Museum / Humboldt-Schloss eröffnet. Gut besucht und absolut anregend, denn am Rande des Geschehens standen wieder Geschichten im Mittelpunkt, die ich an anderer Stelle nicht gehört hätte ; )

Sibirien im Mansfelder Land | Scharfbier

… klingt und ist bestimmt übertrieben. Doch es war einfach zu kalt um in der Maschinenhalle weitere Experimente zu unternehmen. Besonders fürs Schlagzeug wahr es zu kalt, der Klang ist dann einfach weg. Inzwischen habe ich es wieder abgebaut, die Auseinandersetzung reichte aber um den Videoschnitt voranzubringen. Apropos Video –  an einem besonders sonnigen und warmen Tag hatten wir Besuch vom MDR in Hettstedt, der Beitrag lief vor kurzem und erfuhr wohl positive Resonanz in den Netzwerken. Ich bedaure zwar, dass meine Absicht zum Projekt „Treppe“ am Schluss des Beitrages falsch dargestellt wurde (denn ich beabsichtige ja nicht, die Treppe als Drahtmodel im Garten nachzubauen) bleibe aber aus Erfahrung cool, denn so etwas „versendet“ sich mit der Zeit.

Egal, es war ein toller Beitrag und das Schloss sowie die Treppe kamen super zur Geltung, Maries Kampagne „Pro Kamerad Martin“ läuft gut an und erfährt eine Menge Zuspruch. Vielleicht wurde in der Bevölkerung neues Interesse geweckt für das Mansfeld-Museum und dessen Ausstellungen. Die nächste wird als Interims-Exhibition am 1.03.18, also kommenden Donnerstag um 15:00 Uhr eröffnet. Dieses mal ist es uns noch nicht gelungen einen Austausch anzuregen über das Für und wider von Ausstellung-Exzellenz. Ich habe es angeboten, aber es war keine gemeinsame Zeit vorhanden und ich bin gespannt wie die Arbeit der Kuratoren dieser Ausstellung zur Stadtgeschichte Hettstedts ausgefallen ist und wie sie angenommen wird. Zum MDR Beitrag noch ein abschließender Gedanke:  … ich hoffe, das insgesamt das „Heimatstipendium“ als Sachsen-Anhalt-weite Kampagne wahrgenommen wurde?! Was meint Ihr?

Zuletzt kurz letzte Woche im Schloss gewesen, habe etwas die Gegend angesehen. Industriebrache kann so schön sein.  Eine Postkarte von Rebekka an Marie und mich in Empfang genommen. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle, schöne Geste, Response wird folgen!

 

Kupfersau und kalter Dampf | Oliver Scharfbier

Einige Tage in Hettstedt zu sein bedeutet nun Projektarbeit zu leisten, von der ich oft befürchte, sie laufe womöglich ins Leere. Doch in der Kunst bedeutet Leere erst einmal etwas Gutes. Leere und Licht sind treue Begleiter eines immer wiederkehrenden Prozesses. Nur muss es in diesem Maschinenhaus so entsetzlich kalt sein? Meine Auseinandersetzung mit der Dampfmaschine (eigentlich das Modell im Maßstab 1:1 der ersten dieser Art in Deutschland) beginnt nicht mit heißen Rhythmen sondern in der Skihose.
All die Technik meines audiovisuellen Herantastens lässt mich die Haare raufen anstatt heißblütig drauf los zu experimentieren.  Und über allem die Kolben der Dampfmaschine, die sich, einmal in Betrieb gesetzt, unablässig auf und nieder schwingen, gewaltig und nicht ungefährlich.
Zwischenzeitlich zieht es mich daher ins warme Schloss, Treppe zeichnen. Ein guter Ort zum Sinnieren, zumal hier Winterpause herrscht und keine Besucher herumtollen.

Doch es geht voran, die Reaktionen einiger Hettstedter lässt mich aufleben. So brachte mir ein Mitglied des Fördervereins Material zur Treppe (später auch hier zu sehen), welches den Zustand vor und nach der Restaurierung zu DDR-Zeiten dokumentiert. Ein Mitarbeiter des Museums ließ im Gespräch den Begriff „Kupfersau“ fallen. Damit sind Gussreste gemeint, die auch schon vor Tausenden Jahren beim Schmelzvorgang aus den Lehmöfen liefen  und heute bei archäo-logischen Funden Aufschluss geben über Siedlung und Tätigkeit unserer Vorfahren.

Er selber habe auch so eine Sau zu Hause, die würde er mal vorbeibringen zur Begutachtung. Na dann!

Meyer/Scharfbier | Stipendiaten angetreten

Nun war es endlich soweit, der erste Abend im Humboldt-Schloss mit Kunst, Gästen, Schmalz-Brot und Wein. Es sind einige gekommen, so hatten wir es uns erhofft. Der Bürgermeister Danny Kavalier eröffnete mit einem freundlichen Willkommen. Manon Bursian, die zusammen mit ihrer Tochter und der Kuratorin Ines Engelmann aus Halle angereist war, erklärte den Besuchern das Projekt Heimatstipendium und wir beiden Künstler nahmen die Gelegenheit war, den Gästen unser Anliegen und die Künstlerischen Vorhaben zu erläutern.

Eröffnung durch Bürgermeister Danny Kavalier

Es ergaben sich interessante Gespräche und der Abend, obwohl er nicht lang war, füllte uns vollkommen aus. Wir haben nun Kontakte zur Inneren Struktur der Stadt, wissen, an wen wir uns wenden können und wen es noch zu kontaktieren gilt, wenn wir unsere beherzten Vorhaben realisieren wollen.

Übernachtet haben wir dann bei der Familie Hornickel, die eine Pension betreiben , wo wir später auf ein Gläschen Weißwein zusammen saßen. Am nächsten Tag besuchten wir noch die Gangolf-Kirche. Diese steht auf dem Hettstedter Kupferberg und wurde vom Förderverein Gangolfkirche Hettstedt e.V.  restauriert.

Kanzel mit Lutherbildnis

Da Frau Hornickel sich im Vorstand des Vereins engagiert, haben wir nun Zugang zu Orgel und Lutherbildnis, wann immer wir es brauchen ; )

 

Oliver Scharfbier | Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss Hettstedt

 

Erster Kontakt

Gestern erlebten wir einen tollen Pressetermin im Humboldt-Schloss Hettstedt. Der Bürgermeister und das Fernsehen waren da, wow! Marie Luise Meyer und ich sind also angekommen im Mansfeld-Museum. Wir waren allerdings im Oktober bereits hier und so frei, im Schloss herumzustöbern. Tolle Dinge gibt es unter den alten Dachbalken zu entdecken, einiges davon wird irgendwann in eine Ausstellung über Region und Stadt einfließen.

 

Erst einmal nicht unsere Aufgabe. Wir erkunden die Ausgangslage, konzentrieren uns darauf, einen ersten öffentlichen Kontakt mit Ausstellung und Buffet zu fixieren und dazu diente auch der gestrige Termin. Der Bürgermeister Danny Kavalier war da, die Stadtsprecherin Christin Saalbach hatte tolle Zuarbeit geleistet. Presse war vertreten, die Mitteldeutsche Zeitung hat einen sehr schönen Artikel verfasst: https://www.mz-web.de/hettstedt/mansfeld-museum–stadt-setzt-auf-neuanfang-nach-querelen-um-vergangene-kunstschau-28852960

Die ersten Eindrücke vom Ort sind einfach grandios. Zwei Räume wurden uns auf weiteres überlassen, so können wir dann auch hier arbeiten. Das sind doch tolle Aussichten.

Generell muss ich anmerken, das bislang alle involvierten Personen super engagiert und entgegenkommend sind. Unsere Projekte werden mit Neugier angenommen und wir hoffen, am Abend des 23.11.17 schon mal viele interessierte Gesprächspartner zu finden.