Rebekka Rauschhardt | FLM Diesdorf – Hort „Dr. Georg Schulze“

Tag 3: Das Wetter ist schlecht! Der Winter ist zurück!

Leider können wir aufgrund von Schneeregen keine schönen und aussagekräftigen Unsichtbarkeitsfotos schießen. 🙁

Deshalb nur ein paar Impressionen aus dem Labor. Thema des magischen Mantels heute: wir spiegeln der Umwelt.

Dafür arbeiteten wir mit dem Spezialmaterial, welches manchem als „Alufolie“ ein Begriff ist.

Kurz vor Ostern: teilweise verschwunden. Bei schönem Wetter holen wir die Unsichtbarkeit auf de Museumsgelände nach.

Noch ein Eindruck von gestern:

Rebekka Rauschhardt | FLM Diesdorf – Grundschule „Dr. Georg Schulze“

Der Biss der Kreuzspinne (ins Auge) und die Schlange, die den Dino erwürgte (bis er platzte) … 1 2 3  4 Eckstein, alles muß versteckt sein!!!!!

Tag 2:

Die Herstellung eines sehr speziellen magischen Mantels, welcher Unsichtbarkeit verleiht, stand heute im Fokus der Forscher & Experten der GS Diesdorf. Wir wagten einen Blick in die Welt des phantastischen Grauens und Albtraumes: bißwütige Spinnen & giftspritzende Schlangen …

… und hielten es wie die Schmetterlinge. Die Augen der Angsteinflößer (stark vergößert und mit Leuchtfarbe akzentuiert) wurden Textur des spiritistischen Tuches:

Getestet wird morgen.

Rebekka Rauschhardt | FLM Diesdorf – 50 m weiter: Grundschule „Dr. Georg Schulze“

Von Zaubermänteln, Arztkitteln und Tischlerschürzen – und das alles kurz vor Ostern, dem legendären Familienversteckspiel

Das Nirvana des Versteckspiels ist der bekannte Zaubermantel(Halberstädter Dom, Harry Potter, etc.), der seinen Trägern Unsichtbarkeit verleiht. Der magische Mantel macht das Finden unmöglich. Diese faszinierende Tatsache inspiriert uns – die Kinder des Hortes der „Dr. Georg Schulze“ Grundschule, der Klassenstufen 1 bis 4 – die kommenden Tage.  Und bei solch einer erlesenen Versteckexpertenrunde wird es uns wohl gelingen, den ein und anderen Zaubermantel herzustellen, auszuprobieren und vorüber gehend unsichtbar zu werden.

Heute, Tag 1:

Frage an die jungen Forscher: Was kann ein Zaubermantel in 1. Linie? Antwort: Dinge in die Luft gehen lassen. Frage an die jungen Forscher: Und in 2. Linie? Antwort: Und dann verschwindet man. Ist doch logisch.

Bevor wir die Hände mit dem magischen Material bekannt machen, kam es kurz zur Arztkitteldiskussion. Manche der Jungforscher trugen in verschiedenen Produktionsphasen Schutzkleidung. Und einer der jungen Experten, der, wenn er mal groß ist, Tischler werden möchte, litt sehr darunter, in eben erwähnter Produktionsphase einen ARZTkittel tragen zu müssen.

Übrigens: oben sieht man den Handvergleich – ob und wenn ja, wie dolle hinterlässt die Zaubermantelproduktion ihre Spuren.

In einem schon recht fortgeschrittenen Stadium der Produktion kommt das magische Tuch auf den Zaun:

Dann vor die Schule (da funktioniert die Zauberei noch nicht so ganz):

Also machen wir uns auf den Weg ins Freilichtmuseum:

Und jetzt kommt das erfolgreiche Finale: magische Unsichtbarkeit durch Imitation der Umgebung:

Hier nicht ganz so gut beobachtet, aber im Detail überzeugend:

Hier ist schon eine leichte skizzenhafte Überleitung zum morgigen Tag angedeutet:

FLM Diesdorf – Rebekka Rauschhardt

Den Ton anmachen …

… das kann bedeuten, den Lautstärkeregler in bestimmter Weise zu betätigen: z.B. einschalten.

… das kann bedeuten, dem Ton Schöne Augen zu machen (zweideutig: einmal Lautstärke oder zum anderen den Ton).

… kann jedoch ebenfalls bedeuten, trockene Tonreste mit Wasser „anzumachen“ – im Sinne von Quark anmachen, mitunter auch Salat – dann entsteht was ganz Tolles: Schlicker, der einzig wahre Leim für Ton.

Tonmodell: ohne Schlicker.

FLM Diesdorf – Rebekka Rauschhardt

Geflügelte Worte

… was für ein Begriff.

Mir ist gerade aufgefallen, dass so viel geredet wird, da wird beschrieben, erläutert, gerechtfertigt, erklärt, gestammelt und an den Haaren herbei gezogen und das Wasser abgegraben, gegen die Wand gerannt und aus der Hüfte geschossen. Ganz besonders habe ich das in den letzten Wochen gemacht. Natürlich mit guten Grund und sogar vorsätzlich. Regelrecht mit dem Zaunspfahl, alle Register gezogen und in die Klaviatur gehauen; durch die Blume gesprochen: hart aber herzlich, den Mund fusselig gequatscht, bis es aus den Ohren wieder raus kommt … das meiste davon zum Glück mit mir selbst und das Gute daran: da braucht es weder Punkt und Komma. Interessante Striche sind da auch nicht üblich.

Schluß damit! Jetzt folgen Taten:

… wenn es einem die Sprache verschlägt (natürlich nur beim Versteckspiel)

… man gleich zur beleidigten Leberwurst wird (selbstverständlich nur beim Versteckspiel)

… denn verarschen kann man sich auch alleine (üblicherweise nur beim Versteckspiel)

… kurz bevor man Rotz und grüne Pflaumen heult (ausschließlich beim Versteckspiel)

… und sich dann einen Ast freut (das Beste am Versteckspiel).

Soviel zu geflügelten Worten am Donnerstag. Danke für die Aufmerksamkeit! Im nächsten Beitrag wird es um „Ton anmachen“ gehen. Keramiker und Töpfer (und alle innen) wissen Bescheid . 🙂

Vorfreude  …

FLM Diesdorf – Rebekka Rauschhardt

1, 2, 3, 4, 5 … wir koooooommen!

… und dann drehten wir uns um und die Sonne schien und es war ohrenbetäubend still und alle 18 Kinder waren wie vom Erdboden verschwunden .

..

 

 

 

Ein toller Effekt

Aber von vorne: im Januar ist viel passiert. Besonders freut es mich, dass die Grundschule „Dr. Georg Schulze“ in Diesdorf mit den Hortkindern das Kunstprojekt über die kommenden Monaten begleiten wird. Gestern lernte ich schon mal knapp 20 der zukünftige „Forscher“ kennen und stellte sehr schnell fest – die Kinder sind wahre Koriphäen auf dem Gebiet des Versteckens.

Bevor wir die erste Runde spielten, diskutierten wir schon über die typische Versteckmimik: trauer, Wut und Ärger bis zu Stolz und unbändiger Freude – wir versetzten uns in den jeweiligen Gemütszustand und erlebten in unserer Phantasie das schon mal vor. Auch „schlechte Verstecke“ kamen auf den Tisch: ein schlechtes Versteck ist viel zu einfach oder schon zu oft benutzt oder man hat sich vielleicht nicht genug Mühe gegeben? Selber schuld! Ein gutes Versteck ist eine Herausforderung!

Danach ein großer Wunsch: die Erwachsenen sollen die Kinder suchen – war das ein Spaß. Eine geschlagene Stunde spielten wir in Variationen „Verstecken“, bis alle Verstecke auf dem Schulhof massiv benutzt und inzwischen allen bekannt waren. Es ist Anfang Februar: kein Blatt am Baum und die Hecken erst, Gras? – das war schon nichts für Anfänger.

Herzlichen Dank an Frau Ziggel und ihr Hortteam und selbstverständlich an die Experten – wir werden in den kommenden Wochen und Monaten kleine und große Forschungsprojekte zusammen entwickeln, gestalten und testen.

Ein Dank auch an Frau Pelzcarski von der „Volksstimme“ – sie wird das Projekt in den kommenden Monaten journalistisch begleiten.

Die Abschlußworte kommen heute von Finn (2. Klasse), der Frau Pelzcarski ein kleines Interview über das Versteckspielen gab und gleichzeitig zur nächsten Runde gerufen wurde: “ Ich kann jetzt nicht! Ich quatsche gerade!“

 

Rebekka Rauschhardt | FLM Diesdorf – Dank Stromausfall, historische Weihnacht

Das 3. Adventwochenende, ganz im Ambiente des alljährlich stattfindenden Historischen Weihnachtsmarktes im FLM Diesdorf umfasste rahmensprengende Erlebnisse, Begegnungen und Situationen, so dass ich nur beispielhaft berichten werde.

Historisch einladend im Niederdeutschen Hallenhaus aus Winkelstedt (1787).

Aber von vorne. Zuerst lernte ich Maria aus Dähre kennen, direkt im Rufbus. Da kann man gleich mal Telefonnummern austauschen. Sie wird mir im Neuen Jahr das Stricken beibringen – wenn sie wüßte, worauf sie sich hier eingelassen hat … Liebe Maria, ich werde mich bemühen.

Im FLM Diesdorf wurden wir von einem Karusell begrüßt, mit allerhand Kindern an Ketten, da war ich sehr überrascht. Weswegen ich auch sofort erst mal an der Tombola im Dorfkrug aus Hilmsen (1827) teilgenommen habe (Jedes Los gewinnt! Und zwar schon fertig verpackte Weihnachtsgeschenke!!!) Bin mal gespannt, was die Beschenkten dieses Jahr von mir (aber eigentlich von der Volkssolidarität) Schönes bekommen werden. 🙂

Jetzt erst mal ein Foto:

Der Fliegende August nennt sich das hellblaue Ungetüm.

Dann hatte ich das Vergnügen Christa Schulze kennen zulernen, meine Standnachbarin. Auch sie Meisterin der Wolle und um keinen Spruch verlegen. Mein Lieblingsspruch aus ihrem Mund, den ich erst beim 3. Mal geschnallt habe: „Schauen Sie sich mal meinen Strickrock an! Bin ich nicht die Schönste im Raum? Wenn alle anderen nicht da sind?“. Ich bin froh, dass Du noch gesund bist liebe Christa, bist ja schon 76 Jahre, siehst aber glatt 20 Jahre jünger aus.

Gemeinsam standen wir mit unseren Tischen im Haus Pügge (1832), da war es warm und das war nicht schlecht.

Eigentlich wollten wir Versteckkarten herstellen, doch wir mußten erst mal das Karusell verarbeiten. John-Luc zeichnet, besser konstruiert ausschließlich mit Lineal!

Gegen 18 Uhr kam es am Samstag zum Höhepunkt des Historischen Weihnachtsmarktes: der komplette Stromausfall. Zwanzig Minuten war es stockdunkel, alles kam zum Erliegen. Und das war doch tatsächlich historisch, unsere Vorfahren haben vor 200 Jahren um diese Uhrzeit auch die Hand vor Augen nicht mehr sehen können. Der moderne Hauptschalter gelegen im historischen Taubenturm aus Ahlum (1798) schmorte und schmolz – ein Glück, dass keine Funken flogen. Und was ein Glück, dass der Elektriker vorsorglich vor Ort war, selbstverständlich mit einem Transporter voll mit Ersatzschaltern!

Man muß sich mal vorstellen, zum Historischen Weihnachtsmarkt werden mehrere Tausend Besucher erwartet. Diesdorf ist ein klassisches kleineres Dorf, das FLM liegt ungefähr einen Kilometer vom Ortskern entfernt. Dieser Kilometer ist die Molmker Straße und da fand am Wochenende eine Völkerwanderung statt. Ein Menschenstrom in beide Richtungen, zwischendrin der Shuttle-Bus, der zwischen Diesdorf Markt und FLM hin- und her pendelte. Feuerwehr und Polizei regelten das Parkplatzverhalten. Gegen Abend, der ganze Ort ein Autokorso.

Menschenschlange, Besucheransturm auf der ganzen Straßenlänge 11-19 Uhr ohne Abbruch.

Am Sonntag dann, gingen wir die Versteckkarten an:

Emma traut sich, ihre Versteckkarte zu zeigen. Versteck heißt ja nicht umsonst Versteck.

Abschließend kommt jetzt ein Versteckrätsel. Heinz-Günter Klaas aus Diesdorf entwickelte Sonntag morgen am Küchentisch 10 verschiedene Versteckrätsel. Und erwischte mich gerade noch rechtzeitig bei meiner Abreise. Herr Klaas, Ihr Vorschlag ist hervorragend! Herzlichen Dank! Mein Lieblingsrätsel: „Mein Versteck befindet sich in einem Gebäude, das von einem Mönch erbaut wurde und auf einer ehemaligen Insel steht. (Hilfe: der Name des Mönchs besteht aus 3 Buchstaben).“ Liebe Diesdorfer, wo wird das Versteck in Diesdorf sein?

Herzlichen Dank: Herr Hofmann, Astrid, Ines, Frau Franz, dem Schmied, Herrn Klaas und dem Vorsitzenden des Karnevalsvereins Dähre!