Zwischen Natur und Kultur

Im Rahmen des Heimatstipendiums im Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Universität Halle möchte ich die Grenze zwischen Wissenschaft und Kunst untersuchen. Anfänglich werde ich mich hierzu auf einen besonderen Bereich der Sammlung, den der Vogeleier, konzentrieren. Es soll eine Art Enzyklopädie des Eies entstehen, in der es um das Ei in all seinen Funktionen geht, um seine Bedeutung in der Kunst- und Kulturgeschichte. Ich möchte ein Ordnungssystem erschaffen, bei dem das Medium des Buches selbst der Korpus ist. Die Objekte werden nicht in Vitrinen oder Schubladen nebeneinander gelegt, sondern auf den Seiten eines Buches.

Auftaktveranstaltung des Sonderförderprogramms HEIMATSTIPENDIUM

Zur Auftaktveranstaltung des Sonderförderprogramms HEIMATSTIPENDIUM der Kunst­stiftung des Landes Sachsen-Anhalt sind am 20. September 2017 die Stipendiat*innen erstmals mit den Leiter*innen der teilnehmenden Museen und Sammlungen zusammengekommen. An einer großen Tafel in den Ausstellungsräumen der Stiftung trafen sich alle Akteure des Förderprogramms zu einem HEIMAT-Frühstück mit regionalen Speisen. Für die Stipendiat*innen und Vertreter*innen der ausgewählten Einrichtungen war es eine Begegnung voller Spannung und Freude. Nachdem die Museumsleiter*innen mit Geschichten aus der Region und zu den musealen Schätzen die Neugier aller weckten, lüfteten die Stipendiat*innen ihr geplantes künstlerisches Projekt, das in den nächsten zwölf Monaten an der gewählten Einrichtung umgesetzt wird und auf die Sammlungen mit zeitgenössischen Werken reagiert wird.
Begleitend zum Förderprogramm werden unterschiedliche Veranstaltungsformate entwickelt, um gezielt die Öffentlichkeit für die Museen und die künstlerische Arbeit der Stipendiat*innen zu gewinnen. So sollen auch neue Gäste an diese spannenden Orte gelockt werden und die Neugier der heimischen Bevölkerung für die Häuser aufs Neue entfacht werden. „Wir hoffen ein Stück weit zum Wegbereiter zu werden, für Formate mit Potenzial zum Nachahmen im ländlichen Raum, um zugleich den Museen und ihrer Region eine kulturelle Aufwertung zu geben. Wir setzen bei diesem Förderprojekt auf Begegnungen, deren Kraft nicht planbar ist, aber genau darin liegen ihre Stärken.“, so die Stiftungsdirektorin Manon Bursian.

Eine Übersicht der künstlerischen Vorhaben, welche die Stipendiat*innen im Rahmen des „Heimat­stipendiums“ an den acht ausgewählten musealen Einrichtungen des Landes Sachsen-Anhalt planen, gibt es *HIER*